Als dritte Kraft in Marktrat einziehen Freie Wähler Bayern und Freie Wähler Lam nominierten Liste für Kommunalwahl – Wolfgang Bergmann ist Listenführer Lam. Der Ortsvorsitzende der Freien Wähler Lam, Erwin Pfeffer, begrüßte die Versammelten am Samstag zur gemeinsamen Aufstellungsversammlung der Freien Wähler Lam zusammen mit dem Kreisverband Cham. Die Versammlung zeigte sich damit einverstanden, dass der Kreisvorsitzende Hans Kraus als Versammlungsleiter fungiert. Erwin Pfeffer betonte, dass es zur Wählergruppierung der Freien Wähler „Lam hat Zukunft“, die zeitgleich auf dem Veitbauernhof ihre Aufstellungsversammlung hielt, keine Verbindung gebe. Vielmehr sei es so, dass die Liste Freie Wähler „Lam hat Zukunft“ zur Zeit im Gemeinderat zusammen mit den Freien Wählern „Umland“ und der CSU Bürgerliche Wählervereinigung den CSU-Block mit 9 Sitzen bilden. „Wir sind aber eine Liste der Partei Freie Wähler Bayern und wollen als dritte Kraft in den Gemeinderat einziehen“, untermauerte Pfeffer. In den Willkommensgruß eingeschlossen wurden Emmi Kollross und Eva Obermeier, die die Kandidatensuche maßgeblich unterstützt haben. „So konnten wir eine respektable Liste aufstellen“, schlussfolgerte der Ortsvorsitzende. Das Durchschnittsalter der ersten fünf Kandidaten sei 44 Jahre. Als Listenführer fungiert Wolfgang Bergmann. „Er ist für diese Aufgabe der ideale Bewerber und kennt sich als beamteter Brandinspektor mit eigenem Handwerksbetrieb für Gartenbau sowohl in der Verwaltung als auch in der Praxis, bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst bestens aus“, attestierte der Redner. Man werde sich demnächst zusammensetzen und ein Wahlprogramm ausarbeiten. Generell habe er den Eindruck, dass man hier an der tschechischen Grenze von der großen Politik oft vergessen werde und gegenüber den Ballungszentren immer mehr zurückfalle. Der Landratskandidat der Freien Wähler Julian Preidl habe für eine Wahlveranstaltung zugesagt. Die Lamer präsetieren ihm dabei eine Liste mit Problemen, die dringend in Angriff genommen werden müssen. „Die Freien Wähler sind bekannt als Problemlöser im ländlichen Raum“, so Pfeffer, der mit 60 Jahren nach einem langen Berufsleben auswärts wieder nach Lam zurückgekehrt ist. Vor cirka 10 Jahren wurde er FW Partei-Mitglied. Als die Pläne zum Bau des PSWs am Osser bekannt wurden, traten viele Mitglieder der UFB, allen voran Emmi Kollross und Eva Obermeier, in die Osser-Schutzgemeinschaft ein. Die UFB brachte die Argumente gegen das PSW im Gemeinderat zur Sprache. Zusammen habe man verhindert, dass aus dem Lamer Winkel eine Großbaustelle wurde. Unterstützung gab es auch von der Parteizentrale der Freien Wähler. „Hubert Aiwanger stand mit mir auf der Osserwiese, genauso wie Umweltminister Torsten Glauber, der frühere Landtagsabgeordnete Charly Vetter und die Chamer Bürgermeisterin Karin Bucher. Sie waren da, als sie gebraucht wurden.“ Am Ende des 1,5 Jahre dauernden Widerstands gegen den Pumpspeicher am Osser war das Medieninteresse so groß, dass das Bayerische Fernsehen nicht im Lamer Rathaus nach dem Wahlergebnis beim Bürgerentscheid nachgefragt hat, sondern im Gasthof „auf der Söll ?n“. Und Minuten später wurde dieses fulminante Ergebnis bayernweit gesendet: 85% der Bevölkerung waren gegen dieses Projekt. „Die Lamer Bevölkerung ist bestimmt noch immer froh, dass mit unserer Hilfe der Osser in seiner Ursprünglichkeit erhalten wurde. Hoffentlich wird unser Einsatz mit genügend Wählerstimmen belohnt“, nannte Pfeffer die Ziele. Die Freien Wähler haben sich aus den Unabhängigen Wählergemeinschaften gebildet. Der Wähler könne vielerorts nicht mehr so gut erkennen, wer jetzt eigentlich unabhängig ist. Deshalb sei Wahlaufklärung unverzichtbar. In Arrach wurde die Freie-Wähler-Kreistagsliste, die sogenannte Kötztinger Liste, aufgestellt. Vorher war der Lamer Winkel tatsächlich etwas abgehängt. Für den Kreistag sind drei Listen vorhanden, die den Landkreis territorial abdecken. Insgesamt haben die FW 16 Kreisräte und Kreisrätinnen. Man ist in der Lage, sich ganz massiv politisch einzusetzen. Sehr dankbar sei man für Emmi Kollross und Eva Obermeier, die den Lamer Bereich vertreten und sehr engagiert sind. „Ihr zählt zu den eifrigsten und seid immer da!“ Dafür zollte Kraus seinen herzlichen Dank. „Es ist ein Wunsch der Kreisvereinigung, möglichst viele Ortsvereine zu finden, die gemeinsam mit uns einen Listenvorschlag erstellen“, ließ Kraus keinen Zweifel aufkommen. Listenführer Wolfgang Bergmann dankte den Listenkandidaten für ihre Bereitschaft. Er fand, dass eine interessante, gut gemischte Liste erstellt wurde. Wolfgang Bergmann ist 43 Jahre alt, zweifacher Vater und wohnt im Himmelreich. Deshalb interessiere ihn, wie man die Familien fördern kann. Der Pendler verbringt sechs Arbeitstage im Monat als Beamter (Brandinspektor) bei der Berufsfeuerwehr in München, der er seit 1996 angehört. Er ist dort auch im Rettungs- und Notarztdienst tätig, den die Berufsfeuerwehr stellt. Doch Karriere zu machen, bedeutete ihm weniger, als das Familienleben im Bayerischen Wald. Er hat seit 2008 auch ein Gewerbe im Garten-/Landschaftsbau und –pflege mit einem Mitarbeiter angemeldet. Bergmann fand den Wechsel zwischen einer Metropole wie München und einem relativ kleinen Ort im Bayerischen Wald wie Lam sehr interessant. „Ich habe den Wunsch, dass ich mich kreativ, transparent, offen und ohne jeden Einfluss für unsere Heimat, besonders für die Familien und jungen Leute einsetze“, führte der Redner aus. Er finde es schlecht, wenn eine politische Übermacht, in so einem kleinen Ort regiert. Die Ein-Parteien-Regierung, die faktisch in Lam der Fall ist, sei ganz schlecht für den Ort. Es sei sehr lobenswert, dass die UFB nach so langjährigem Kampf nicht aufgegeben hat. „Es ist unser Ziel, dass wir diese Übermacht durch unsere Anwesenheit im Gemeinderat brechen“, wurde der 43-jährige konkret. Dann habe man noch eine dritte Partei, die aus den Gegnern des PSW hervorgegangen ist, die eigentlich nur erfolgreich sein kann, weil sie damals sofort gegen diese Bedrohung ins Feld zog - im Gegensatz zur führenden Partei mit absoluter Alleinherrschaft. „Wir müssen ein Gleichgewicht der Mächte herstellen. 1./2./3. Bürgermeister schwarz und dann noch die absolute Mehrheit im Gemeinderat passt nicht, da kann nichts Gescheites herauskommen“, prangerte Bergmann an. Er freute sich auf einen interessanten Wahlkampf. Wenn viele Leute an einem Strang ziehen, kann man etwas bewegen, begründeten etliche Bewerber ihre Kandidatur. Wenn man etwas ändern will, muss man sich dafür einsetzen. Die 14 Kandidaten wurden zweifach aufgeführt. In der Blockwahl wurde die Liste einstimmig angenommen. Die Ersatzleute rücken bei Bedarf von hinten nach. Bürgermeisterkandidatin Emmi Kollross und UFB-Kreisrätin Eva Obermeier bedankten sich, dass Wolfgang Bergmann als Listenführer fungiert. Sie wünschten der Liste viel Glück und freuten sich, dass der Erfolg beim PSW nicht vergessen wurde. „Wir hatten 78 Prozent Wahlbeteiligung. Der wäre für die Kommunalwahl wünschenswert“. Es sei eine Liste, die absolut frei ist. Da sich die UFB in der Opposition befindet, wurden ihre Vorschläge häufig regelrecht abgeschmettert. Freie Wähler Lam:. 1. Wolfgang Bergmann (Brandinspektor), 2. Mathias Seidl sen. (Gastwirt), 3. Marion Vogl-Reindl (Bürokauffrau), 4. Ulrich Hutter (Kfz-Mechaniker), 5. Selina Gmeinwieser(Studentin Lehramt) 6. Alois Aschenbrenner (Vermessungsgehilfe), 7. Erwin Pfeffer (Elektroingenieur), 8. Johannes Menacher (Vermessungsbeamter), 9. Hans Reindl (Elektromeister), 10. Rudi Hacker (Rentner), 11. Josef Aschenbrenner (Elektromeister), 12. Martin Guido Kollross (Holzbildhauer), 13. Hans Foeller (Rentner), 14. Josef Mühlbauer (Produktionsmitarbeiter) Ersatzbewerber:Ernst Franta (Gafiker), Christian Billig (Dipl.Ing. Elektrotechnik)

18.01.2020
Unsere Kandidaten

Als dritte Kraft in Marktrat einziehen

Freie Wähler Bayern und Freie Wähler Lam nominierten Liste für Kommunalwahl – Wolfgang Bergmann ist Listenführer

Lam. (...)Wolfgang Bergmann ist 43 Jahre alt, zweifacher Vater und wohnt im Himmelreich. Deshalb interessiere ihn, wie man die Familien fördern kann. Der Pendler verbringt  sechs Arbeitstage im Monat als Beamter (Brandinspektor) bei der Berufsfeuerwehr in München, der er seit 1996 angehört. Er ist dort auch im Rettungs- und Notarztdienst tätig, den die Berufsfeuerwehr stellt. Doch Karriere zu machen, bedeutete ihm weniger, als das Familienleben im Bayerischen Wald. Er hat seit 2008 auch ein Gewerbe im Garten-/Landschaftsbau und –pflege mit einem Mitarbeiter  angemeldet. Bergmann fand den  Wechsel zwischen einer Metropole wie München und einem relativ kleinen Ort im Bayerischen Wald wie Lam sehr interessant. „Ich habe den Wunsch, dass ich mich kreativ, transparent, offen und ohne jeden Einfluss für unsere Heimat, besonders für die Familien und jungen Leute einsetze“, führte der Redner aus. Er finde es schlecht, wenn eine politische Übermacht, in so einem kleinen Ort regiert. Die Ein-Parteien-Regierung, die faktisch in Lam der Fall ist, sei ganz schlecht für den Ort. Es sei sehr lobenswert, dass die UFB nach so langjährigem Kampf nicht aufgegeben hat. „Es ist  unser Ziel, dass wir diese Übermacht durch unsere Anwesenheit im Gemeinderat brechen“, wurde der 43-jährige konkret.  Dann habe man noch eine dritte Partei, die aus den Gegnern des PSW hervorgegangen ist, die eigentlich nur erfolgreich sein kann, weil sie damals sofort gegen diese Bedrohung ins Feld zog - im Gegensatz zur führenden Partei mit absoluter Alleinherrschaft. „Wir müssen ein  Gleichgewicht der Mächte herstellen. 1./2./3. Bürgermeister schwarz und dann noch die absolute Mehrheit im Gemeinderat passt nicht, da kann nichts Gescheites herauskommen“, prangerte Bergmann an. Er freute sich auf einen interessanten Wahlkampf.